10.08.2019, 08:44 Uhr

Moskau (AFP) Angaben zu Zahl der Toten an russischem Militärstützpunkt nach oben korrigiert

Der Militärstützpunkt nahe Sewerodwinsk. Quelle: AFP/Archiv/- (Foto: AFP/Archiv/-)Der Militärstützpunkt nahe Sewerodwinsk. Quelle: AFP/Archiv/- (Foto: AFP/Archiv/-)

Ausmaß der radioaktiven Verstrahlung bei Sewerodwinsk weiter unklar

Russische Behörden haben die Angaben zur Zahl der Toten nach einem fehlgeschlagenen Raketentest auf einem Militärstützpunkt im Norden des Landes von zwei auf fünf korrigiert. Während das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag von zwei Toten und sechs Verletzten gesprochen hatte, gab die Atombehörde Rosatom die Zahl der Toten am Samstag mit fünf und die der Verletzten mit drei an.

Die Opfer des Unglücks waren laut der Erklärung vom Samstag Rosatom-Beschäftigte. Sie seien damit beauftragt gewesen, die "isotopische Energiequelle" für die getestete Rakete zu betreiben. Das Unglück ereignete sich auf dem Testgelände Nyonoska, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist.

Die Behörden in Sewerodwinsk stellten am Donnerstag die Information auf die städtische Homepage, dass "ein kurzer Anstieg des Strahlenniveaus" festgestellt worden sei. Diese Information wurde inzwischen gelöscht. Russische Online-Medien berichteten aber, auf einem Video sei zu sehen, wie die Verletzten des Unglücks in Moskau zu einer Spezialklinik für Strahlenopfer gefahren wurden.

In der früheren Sowjetunion ereignete sich 1986 das Atomunglück von Tschernobyl. Die Behörden versuchten damals, das Ausmaß der Katastrophe zu verschleiern, das sich als schwerster Atomunfall in der Geschichte herausstellte. 30 Menschen starben bei der Explosion in Tschernobyl, hunderte an den Spätfolgen. In weiten Teilen der damaligen Sowjetunion und Europas wurde über längere Zeit erhöhte radioaktive Strahlung gemessen.


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