10.08.2019, 03:17 Uhr

Los Angeles (AFP) Mann mit Kontakt zu US-Rechtsextremen soll Sprengstoffanschlag erwogen haben

Las Vegas. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Ethan Miller (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Ethan Miller)Las Vegas. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Ethan Miller (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Ethan Miller)

23-Jähriger aus Las Vegas festgenommen

In den USA ist ein junger Mann mit Verbindungen in die rechtsextreme Szene festgenommen worden, der einen Sprengstoffanschlag auf eine Synagoge erwogen haben soll. Der 23-Jährige aus Las Vegas im Bundesstaat Nevada wurde des Besitzes von Material zum Bau einer Bombe beschuldigt, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Demnach stand der Mann über das Internet mit einer "extremistischen Organisation" in Kontakt, die durch "Terrorismus und andere gewalttätige Taten" eine Vorherrschaft der Weißen durchsetzen will. Es habe online ein Austausch über die Herstellung von Sprengstoff, einen Anschlag auf eine Synagoge sowie die Observierung einer Schwulenbar gegeben.

Der 23-Jährige wurde am Donnerstag festgenommen. Die Ermittler fanden bei ihm ein Notizbuch mit Plänen für einen möglichen Anschlag in der Region Las Vegas und Zeichnungen von Sprengkörpern mit Zeitschalter. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft.

Die Festnahme erfolgte wenige Tage nach der offenbar rassistisch motivierten Schusswaffenattacke in der texanischen Stadt El Paso. Ein 21-Jähriger hatte in einem Einkaufszentrum in der Stadt nahe der Grenze zu Mexiko das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet. Der Polizei sagte er nach seiner Festnahme, er habe gezielt auf Mexikaner geschossen. In einem Online-Manifest hatte er zuvor von einer "hispanischen Invasion" gesprochen.


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