09.08.2019, 19:49 Uhr

Sanaa (AFP) Rebellen: Bruder von Huthi-Anführer im Jemen getötet

Kämpfer in der südjemenitischen Stadt Aden. Quelle: AFP/Nabil HASAN (Foto: AFP/Nabil HASAN)Kämpfer in der südjemenitischen Stadt Aden. Quelle: AFP/Nabil HASAN (Foto: AFP/Nabil HASAN)

Sechs Zivilisten bei Kämpfen im Süden getötet

Im Jemen ist ein hochrangiger Vertreter der Huthi-Rebellen nach deren Angaben getötet worden. Der Bruder des Rebellen-Anführers Abdel Malek al-Huthi sei von "Verrätern" im Dienste der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition ermordet worden, teilten die Huthis über ihren Fernsehsender Al-Masirah am Freitag mit. Details über die Todesumstände wurden nicht bekannt.

Ibrahim Badreddine Amir al-Din al-Huthi war jemenitischen Sicherheitskräften zufolge Befehlshaber in der Huthi-Hochburg Saada im Norden des Landes. Die Huthis würden alles tun, um die Verantwortlichen zu stellen und der Justiz zu übergeben, hieß es in dem Bericht weiter.

Bei Kämpfen zwischen Separatisten und Regierungstruppen kamen am Freitag in der südjemenitischen Hafenstadt Aden indes sechs Zivilisten ums Leben. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, erklärten jemenitische Sicherheitskräfte.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete von 75 Verletzten, die ihre Mitarbeiter seit Donnerstag in einem Krankenhaus behandelten. Sieben von ihnen schwebten in Lebensgefahr, teilte die Organisation am Freitag im Onlinedienst Twitter mit.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Die Frontstellung im Konflikt in Aden ist eine andere: Hier kämpfen die Truppen des Präsidenten gegen Separatisten, die eine Rückkehr zu einem unabhängigen Staat Südjemen anstreben, wie er vor der jemenitischen Vereinigung 1990 bestanden hatte.

Nach UN-Angaben wurden im Jemen bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als die schlimmste humanitäre Krise der Welt.


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