02.08.2019, 07:10 Uhr

Berlin (AFP) Deutsche wollen bei Klimapolitik lieber Anreize als Verbote

Protestplakat für mehr Klimaschutz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Guido Kirchner (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Guido Kirchner)Protestplakat für mehr Klimaschutz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Guido Kirchner (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Guido Kirchner)

Wenig Bereitschaft für hohe Ausgaben

Die Deutschen wünschen sich in der Klimapolitik eher Anreize als Verbote. Laut dem neuen ARD-"Deutschlandtrend" sind 72 Prozent dafür, mit Anreizen klimafreundliches Verhalten zu fördern. Nur 15 Prozent finden Verbote besser, um klimaschädliches Verhalten einzuschränken, wie der WDR am Donnerstagabend mitteilte.

Viel Geld darf Klima- und Umweltschutz nach ebenfalls breiter Meinung nicht kosten. Nur sieben Prozent der Befragten wären laut dem "Deutschlandtrend" bereit, 101 Euro oder mehr pro Monat für entsprechende Maßnahmen auszugeben. 21 Prozent sind gar nicht bereit für zusätzliche Ausgaben, ebenfalls 21 Prozent würden bis zu 25 Euro pro Monat aufwenden, 20 Prozent könnten sich 26 bis 50 Euro vorstellen. 14 Prozent wären auch bereit, den Umwelt- und Klimaschutz mit einem Betrag zwischen 51 und 100 Euro pro Monat zu unterstützen.

Die Förderung von Innovation und Forschung für mehr Umweltschutz halten 97 Prozent der Befragten für sinnvoll. 92 Prozent sind für einen Ausbau von erneuerbaren Energien und niedrigere Preise für Bahnfahrten. Bei Flugreisen halten 71 Prozent höhere Preise für sinnvoll.

Für die Erhebung hatte das Meinungsforschungsunternehmen Infratest Dimap Ende Juli 1003 Menschen befragt.


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