02.08.2019, 06:41 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Luftfahrtbranche legt eigenes Konzept zum Klimaschutz vor

Flugzeug am Himmel. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Boris Roessler (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Boris Roessler)Flugzeug am Himmel. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Boris Roessler (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Boris Roessler)

"FAZ": Engagement für Alternativen zum herkömmlichen Kerosin

In der Klimaschutzdebatte und der Diskussion über das Fliegen will die Luftfahrtbranche einem Bericht zufolge ein eigenes Klimapaket vorlegen. "Wir wollen erreichen, dass die luftverkehrsbedingten CO2-Emissionen auf null sinken", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag aus einer Erklärung des Präsidiums des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Demnach wollen sich die Unternehmen der Branche für die Förderung von Alternativen zu herkömmlichem Kerosin engagieren.

"Wir sind bereit, uns bei Pilotprojekten zum Aufbau industrieller Anlagen zur Herstellung von Power-to-Liquid-Kraftstoff zu beteiligen", zitierte die Zeitung die Erklärung des BDL-Präsidiums. Dem Gremium gehören die Chefs von Lufthansa Cargo, Eurowings, Condor und mehrerer Flughäfen an sowie weitere Vertreter von Lufthansa bis zum Reisekonzern TUI.

Zu der seit 2011 geltenden Luftverkehrsteuer hieß es als Vorschlag, die Bundesregierung könne diese Einnahmen für die Markteinführung regenerativer Kraftstoffe verwenden. Dabei sei synthetisches Kerosin, das im Power-to-Liquid-Verfahren aus Wasserstoff und CO2 erzeugt werden kann, die "ökologisch beste Lösung". Die Manager fordern dabei "gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft". Der Bund besteuert Flugtickets seit 2011 mit acht Euro für Inlands- und EU-Flüge und bis zu 45 Euro für die Langstrecke.

Außerdem wollen die deutschen Fluggesellschaften dem "FAZ"-Bericht zufolge ihren Kunden bei Buchungen stets Kompensationsmöglichkeiten für Emissionen anbieten. Das Streichen von Inlandsflügen machen sie von staatlichen Investitionen in Alternativen abhängig. "Wo mittels attraktiver Schnellbahnverbindungen die Kunden überwiegend auf eine attraktive Verbindung mit der Bahn umsteigen, stellen wir den Luftverkehr ein", heißt es in der Erklärung. Dafür müsse aber unter anderem "so bald wie möglich" eine Fernbahnanbindung an den Münchner Flughafen entstehen.


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