29.07.2019, 13:18 Uhr

Naumburg (AFP) Mutmaßlicher Helfer der Attentäter von Paris nach Belgien ausgeliefert

Gedenken vor dem Konzertsaal Bataclan. Quelle: POOL/AFP/Archiv/BENOIT TESSIER (Foto: POOL/AFP/Archiv/BENOIT TESSIER)Gedenken vor dem Konzertsaal Bataclan. Quelle: POOL/AFP/Archiv/BENOIT TESSIER (Foto: POOL/AFP/Archiv/BENOIT TESSIER)

Bosnier in Sachsen-Anhalt gefasst - 39-Jähriger soll Waffen beschafft haben

Ein in Sachsen-Anhalt festgenommener mutmaßlicher Unterstützer der Pariser Anschläge vom November 2015 ist an Belgien überstellt worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundeslands am Montag in Naumburg mit. Die dortige Justiz hatte den 39-Jährigen Bosnier mit europäischem Haftbefehl suchen lassen. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte womöglich an der Waffenbeschaffung für die Attentäter beteiligt gewesen sein.

Die Ermittler aus dem Nachbarland suchten ihn deshalb wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Belgien und Frankreich hatten nach den verheerenden islamistischen Anschlägen vom 13. November 2015 eine gemeinsame Ermittlungsgruppe gegründet. Schwer bewaffnete Angreifer hatten damals die Pariser Konzerthalle Bataclan, mehrere Restaurants und das Fußballstadion Stade de France attackiert. 130 Menschen starben, mehr als 350 wurden verletzt.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Angriffen. Die Ermittlungen führten zu einer weit verzweigten dschihadistischen Zelle mit Verbindungen in verschiedene Länder, deren Schwerpunkt in Belgien lag. Den Bosnier fassten deutsche Ermittler bei Ermittlungen gegen zwei andere Landsleute, die verbotenerweise mit Kriegswaffen wie Handgranaten gehandelt haben sollen. Sie hatten demnach keinen Kontakt zu den Attentätern.


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