28.07.2019, 17:30 Uhr

Berlin (AFP) Baerbock bekräftigt Forderung nach Aus für Verbrennungsmotoren

Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock. Quelle: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ)Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock. Quelle: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ)

Lob für CSU-Vorschlag für attraktiveren Bahnverkehr

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat die Forderung ihrer Partei nach einer grundlegenden Verkehrswende bekräftigt. "Wir wollen ein Ende des fossilen Verbrennungsmotors" sagte sie am Sonntag im ARD-"Sommerinterview". Dies heiße nicht, dass Menschen gerade in ländlichen Regionen wie der Uckermark nicht mehr Auto fahren sollten, aber es müsse auch dort vernünftige Bahnanbindungen geben und Autoverkehr müsse klimafreundlich werden.

Bei den Wegen, um dies zu erreichen, gelte auch für die Grünen der Grundsatz der Technologieoffenheit, sagte Baerbock. Allerdings seien derzeit batteriebetriebene Elektrofahrzeuge offensichtlich diejenigen, bei denen das am wirtschaftlichsten und klimafreundlichsten möglich sei, anders als bei der Wasserstofftechnik. Die Herstellung der Batterien müsse allerdings umweltfreundlicher werden, mahnte die Grünen-Vorsitzende, wofür sich etwa beim Verzicht auf Kobalt bereits Lösungen abzeichneten.

Positiv äußerte sich Baerbock zu Vorschlägen von CSU-Chef Markus Söder, die Bahn durch Steuersenkungen attraktiver zu machen. "Wenn Herr Söder das ernst meint, dann müssen wir das jetzt anpacken", sagte die Grünen-Vorsitzende. Die Grünen seien hier zur Zusammenarbeit bereit, denn "allein als Grüne werden wir die Klimakrise nicht in den Griff bekommen". Allerdings müsste die CSU auch bereit sein, Blockaden beim Ausbau erneuerbarer Energien aufzuheben.

Zum Flugverkehr bekräftigte Baerbock, das Ziel müsse es sein, Inlandsflüge bis 2035 überflüssig zu machen. Dafür müsse die Bahn so umgebaut werden, "dass sie eine wirkliche Alternative ist". Reisen sollten klimafreundlich werden, aber so, "dass es bezahlbar ist".


0 Kommentare