28.07.2019, 01:15 Uhr

Rio de Janeiro (AFP) Zwei in Brasilien gestrandete iranische Frachter nach zwei Monaten wieder auf See

Iranischer Frachter in Paranaguá. Quelle: AFP/Archiv/Heuler Andrey (Foto: AFP/Archiv/Heuler Andrey)Iranischer Frachter in Paranaguá. Quelle: AFP/Archiv/Heuler Andrey (Foto: AFP/Archiv/Heuler Andrey)

Petrobras verweigerte Treibstoff aus Sorge vor Verstoß gegen US-Sanktionen

Zwei Anfang Juni in Brasilien gestrandete iranische Frachter haben ihre Fahrt am Samstag fortsetzen können. Einer von ihnen habe am Samstag einen anderen brasilianischen Hafen angesteuert, um dort Mais an Bord zu nehmen, teilte die Hafenbehörde von Paranaguá im südlichen Bundesstaat Paraná mit. Das zweite Schiff hatte demnach bereits Mais an Bord und wollte Kurs auf den Iran nehmen.

Die beiden Schiffe des iranischen Unternehmens Sapid Shipping waren am 8. und 9. Juni in Brasilien gestrandet, weil der Ölkonzern Petrobras sich weigerte, sie mit Treibstoff zu versorgen. Hintergrund waren Sorgen um mögliche Verstöße gegen Sanktionen der USA, da der Eigentümer der Schiffe auf einer schwarzen Liste der US-Finanzbehörde OFAC steht.

Vor wenigen Tagen ordnete der Oberste Gerichtshof Brasiliens an, dass Petrobras die beiden Schiffe mit Treibstoff beliefern muss. Der Konzern kam dieser Forderung nach.

Die USA haben zahlreiche Strafmaßnahmen gegen die Führung in Teheran und Unternehmen mit Beziehungen zum Iran verhängt, seit Präsident Donald Trump im Mai 2018 den Austritt aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran erklärte. Vor dem Hintergrund des Streits um das Abkommen verschärften sich die Spannungen in der Golfregion massiv.


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