26.07.2019, 08:08 Uhr

Berlin (AFP) Schulze: Wegen Klimawandels dürften Hitzewellen weiter zunehmen

Ausgetrocknetes Flussbett der Schwarzen Elster. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Patrick Pleul)Ausgetrocknetes Flussbett der Schwarzen Elster. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Patrick Pleul)

Umweltministerin drängt auf mehr Klimaschutz und Hilfen für Betroffene

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht in der aktuellen Hitzewelle eine Folge des Klimawandels. "Normal ist das in dieser Häufung jedenfalls nicht mehr", sagte Schulze der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag zu dem derzeitigen Extremwetter. Vielmehr passten die langen Hitze- und Dürreperioden, wie sie derzeit zu beobachten seien, "exakt zu dem, was die Klimaforschung uns für Deutschland prophezeit hat".

Die Ministerin äußerte die Erwartung, dass wegen des Klimawandels "solche Hitzewellen in Zukunft noch zunehmen" werden. Die Erderwärmung sei "in vollem Gange". "Gerade für ältere Menschen und Kinder ist das eine enorme Belastung", warnte Schulze. Als Gegenmittel helfe nur "konsequenter Klimaschutz" und "eine kluge Anpassung an die jetzt schon nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels".

"Das geht vom Sonnensegel in der Kita über den Trinkbrunnen im Park bis zur Frage, welche Bäume wir in Zukunft pflanzen", sagte die SPD-Politikerin. Auch die Wälder müssten widerstandsfähiger werden und die Landwirtschaft müsse sich ändern: "Die Landwirte brauchen Unterstützung für die Züchtung neuer, regionalerer Sorten, die Hitze besser vertragen. Sie brauchen auch Hilfen für effiziente Bewässerungssysteme und ökologisches Wirtschaften."

Schulze sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, die EU-Agrarförderung grundlegend zu reformieren. "Es ist doch besser, das viele Geld gezielt in eine klimaresistente und naturfreundliche Landwirtschaft mit Zukunft zu investieren als weiter blind mit der Gießkanne nur nach Hektarzahlen auszuschütten", sagte sie der "PNP".


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