25.07.2019, 12:47 Uhr

Paris (AFP) Frankreich rüstet im All auf

Start einer Ariane-Rakete mit vier Satelliten. Quelle: AFP/Archiv/- (Foto: AFP/Archiv/-)Start einer Ariane-Rakete mit vier Satelliten. Quelle: AFP/Archiv/- (Foto: AFP/Archiv/-)

Besserer Schutz von Satelliten vor feindlichen Angriffen geplant

Nach den USA, Russland und China rüstet auch Frankreich im All auf: Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly stellte am Donnerstag eine neue Weltraumstrategie vor, die Investitionen von rund 700 Millionen Euro bis 2025 vorsieht. Ziel ist es nach ihren Worten vor allem, Satelliten besser vor feindlichen Angriffen zu schützen.

Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor den Aufbau eines militärischen Weltraumkommandos angekündigt. Es soll ab September bei der Luftwaffe angesiedelt werden. Parly präsentierte die Pläne nun im Detail auf einer Luftwaffenbasis bei Lyon in Ostfrankreich.

Vorgesehen ist, sogenannte Antisatelliten-Waffen zu entwickeln, die auf Lasertechnik basieren. "Wenn unsere Satelliten bedroht sind, wollen wir die unserer Gegner blenden", sagte Parly. Frankreich wolle damit seinen Rückstand gegenüber anderen Ländern aufholen, betonte sie. Zudem sollen die Satelliten besser durch sogenannte Nano-Satelliten, Kleinst-Satelliten, überwacht werden.

Frankreich reagiert mit dem Vorstoß auf den Wettlauf Chinas, Russlands und der USA um die Vormacht im All. Diese Länder investieren bereits seit Jahren massiv in diesem Bereich.

Die Zahl der Satelliten im Weltraum wird derzeit auf rund 2000 geschätzt. Die meisten dienen der Telekommunikation, es gibt aber auch Wetter- und Spionagesatelliten.


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