23.07.2019, 14:06 Uhr

Paris (AFP) Von der Leyen: "Schwierige Probleme" mit Boris Johnson zu lösen

"Anspruchsvolle Zeiten": Von der Leyen und Macron. Quelle: AFP/LUDOVIC MARIN (Foto: AFP/LUDOVIC MARIN)"Anspruchsvolle Zeiten": Von der Leyen und Macron. Quelle: AFP/LUDOVIC MARIN (Foto: AFP/LUDOVIC MARIN)

Künftige EU-Kommissionschefin hofft auf konstruktive Zusammenarbeit

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem designierten britischen Premierminister Boris Johnson. "Wir müssen viele verschiedene und schwierige Probleme zusammen angehen", betonte die CDU-Politikerin am Dienstag in Paris mit Blick auf den Brexit-Kurs des neuen Tory-Vorsitzenden. "Wir stehen vor anspruchsvollen Zeiten", fügte sie bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris hinzu. Deshalb hoffe sie "auf eine gute Arbeitsbeziehung" mit Johnson.

Macron beglückwünschte Johnson zu seiner Wahl. Der Präsident betonte, er werde den Tory-Politiker anrufen, sobald er im Amt sei. Macron würdigte auch die scheidende Premierministerin Theresa May. Sie habe viel "Mut und Würde" bei ihrer Arbeit für den EU-Austritt Großbritanniens bewiesen.

Die konservative britische Tory-Partei hatte den Brexit-Hardliner Johnson zuvor zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Als neuer Parteichef übernimmt er am Mittwoch auch den Posten des Regierungschefs von May.

Von der Leyen traf erstmals seit ihrer Wahl durch das Europaparlament mit Macron zusammen, der sie für die Kommissionsspitze ins Gespräch gebracht hatte. Der Staatschef war voll des Lobes für die frühere Verteidigungsministerin: Als erste Frau auf dem Posten stehe sie für den Kampf gegen den Klimawandel und für den sozialen Fortschritt. "Sie verkörpern dieses neue Europa", betonte Macron.

Von der Leyen dankte Macron für seine Unterstützung und sagte, sie werde zusammen mit dem Präsidenten für ein "starkes, einiges und ehrgeiziges Europa" eintreten. Sie wolle dafür kämpfen, dass sich die EU gegenüber Großmächten wie den USA und China behaupte, betonte sie.


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