21.07.2019, 23:49 Uhr

Chan Scheichun (AFP) Aktivisten: 18 Zivilisten bei Luftangriffen im Norden Syriens getötet

Anas al-Djab. Quelle: AFP/Archiv/Omar HAJ KADOUR (Foto: AFP/Archiv/Omar HAJ KADOUR)Anas al-Djab. Quelle: AFP/Archiv/Omar HAJ KADOUR (Foto: AFP/Archiv/Omar HAJ KADOUR)

Auch Bürgerjournalist unter den Opfern

Bei Luftangriffen in der umkämpften syrischen Provinz Idlib sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Unter den Toten sei der Bürgerjournalist Anas al-Djab, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Er sei bei einem russischen Luftangriff auf seine Heimatstadt Chan Scheichun getötet worden. Die Hilfsorganisation der Weißhelme, der al-Djab angehörte, bestätigte seinen Tod.

Der Anfang Zwanzigjährige berichtete als Fotograf und Kameramann aus den umkämpften Gebieten. Auch die Nachrichtenagentur AFP verwendete sein Material. Al-Djab wurde in der Stadt Idlib beigesetzt.

Idlib gilt als letzte große Bastion syrischer Rebellen. In der Provinz gilt seit vergangenem September eine Waffenruhe, doch Truppen von Machthaber Baschar al-Assad fliegen dort mit Hilfe der russischen Luftwaffe seit Ende April verstärkt Luftangriffe gegen die Rebellen. Der Großteil von Idlib wird von der Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) dominiert, die aus dem syrischen Al-Kaida-Ableger hervorgegangen ist.


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