16.07.2019, 10:44 Uhr

München (AFP) Zwei von drei Erwachsenen unterstützen verpflichtendes Sozialjahr für Schulabgänger

Mannschaftstransportfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Ehresmann (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Ehresmann)Mannschaftstransportfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Ehresmann (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Ehresmann)

Umfrage: Große Mehrheit für stärkere Förderung von Ehrenamt

Zwei Drittel der Erwachsenen wollen einer Umfrage zufolge künftige Schulabgänger zu einem sozialen Jahr verpflichten. In diesem Dienstjahr sollten die jungen Menschen ausnahmslos für die Allgemeinheit arbeiten, zum Beispiel mit Behinderten, Senioren oder für die Umwelt, ergab die Erhebung für die Versicherungskammer Bayern, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Während sich vor allem über 60-Jährige für diese Idee erwärmen können, findet sie bei 18- bis 29-Jährigen mit 53 Prozent nur eine knappe Mehrheit.

"Die Jungen setzen eher auf Freiwilligkeit", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Versicherungskammer, Frank Walthes. "Unsere Studie zeigt, dass der Altersgruppe bis 29 Jahre besonders am Einsatz für die Gesellschaft gelegen ist und sie sich mit 50 Prozent überdurchschnittlich oft ehrenamtlich engagiert." Im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung sind es nur 39 Prozent.

Nur 23 Prozent der Bundesbürger halten die aktuelle Förderung von ehrenamtlichen Tätigkeiten für ausreichend. 86 Prozent fordern, dass Ehrenamtler mehr Vorteile genießen und zum Beispiel zusätzliche Rentenpunkte erhalten sollten.

88 Prozent finden, dass Firmen die Ehrenamtler in ihren Reihen besser unterstützen sollten, beispielsweise indem sie sie einige Stunden im Monat dafür freistellen. Für die Umfrage ließ die Versicherungskammer im Februar rund tausend Bürger befragen.


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