08.07.2019, 17:52 Uhr

Duisburg (AFP) Haftbefehl gegen 14-Jährigen nach Vergewaltigungsverdacht in Mülheim erlassen

Spielplatz in der Nähe des Tatorts in Mülheim/Ruhr. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Roland Weihrauch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Roland Weihrauch)Spielplatz in der Nähe des Tatorts in Mülheim/Ruhr. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Roland Weihrauch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Roland Weihrauch)

Verdächtiger schon im Kindesalter wegen sexueller Belästigung aufgefallen

Nach dem Vergewaltigungsverdacht gegen eine Gruppe von fünf Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet ist einer der 14-Jährigen in Haft. Wegen Wiederholungsgefahr sei am Montag ein Haftbefehl erlassen und umgesetzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Duisburg am Abend mit. Hintergrund sei, dass der 14-Jährige schon im Kindesalter wegen zwei sexuellen Belästigungen aufgefallen sei.

Bei der Gruppe, die am Freitag eine junge Frau in Mülheim an der Ruhr vergewaltigt haben soll, handelt es sich um drei 14-jährige Jugendliche und zwei Kinder im Alter von zwölf Jahren. Die drei 14-Jährigen wurden laut Polizei nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Vergewaltigung am Freitagabend vernommen und verbrachten die Nacht bei der Polizei. Am Samstag wurden sie zunächst wieder entlassen.

Die beiden Zwölfjährigen wurden ihren Eltern übergeben. Beide sind strafunmündig - in Deutschland können Täter erst mit der Vollendung des 14. Lebensjahres für Straftaten zur Verantwortung gezogen werden.

Anwohner hatten am Freitagabend die von der Polizei als "schweres Sexualdelikt" bezeichnete Tat in Mülheim an der Ruhr gemeldet. Sie hatten bemerkt, dass ihr Hund unruhig wurde und daraufhin im Grünbereich hinter ihrem Garten eine junge Frau und zwei männliche Personen bemerkt. Ermittler entdeckten bald darauf die aus insgesamt fünf Verdächtigen bestehende Gruppe.

Die betroffene junge Frau ist nach Polizeiangaben heranwachsend, also zwischen 18 und 21 Jahre alt. Sie wurde nach der Tat zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und anschließend von der Polizei betreut.


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