08.07.2019, 10:15 Uhr

Berlin (AFP) Finanzspritze für 120 Krankenhäuser auf dem Land

Ein Pfleger läuft über einen Krankenhausflur. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Philipp Schulze (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Philipp Schulze)Ein Pfleger läuft über einen Krankenhausflur. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Philipp Schulze (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Philipp Schulze)

Kliniken erhalten zur Absicherung der Versorgung 400.000 pro Jahr

120 Krankenhäuser auf dem Land bekommen eine zusätzliche Finanzspritze. Die Kliniken werden ab 2020 jeweils mit 400.000 Euro im Jahr bezuschusst, um die Versorgung in ländlichen Regionen abzusichern, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin mitteilte. Insgesamt stellen die Krankenkassen dafür 50 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich bereit.

"Gerade in gesundheitlichen Notlagen braucht es eine schnell erreichbare Versorgung vor Ort", erklärte Spahn. Daher würden Krankenhäuser auf dem Land, zu denen es in erreichbarer Nähe keine Alternative gebe, künftig unbürokratisch bezuschusst. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Verband der Privaten Krankenversicherung hatten sich zuvor auf eine Liste der Krankenhäuser verständigt, die die Förderung erstmals ab kommendem Jahr erhalten können. Rund 70 der Kliniken liegen in Ostdeutschland. Die Liste wird jährlich aktualisiert. Hintergrund ist das im Januar in Kraft getretene Pflegepersonalstärkungsgesetz, mit dem die Finanzierung von Kliniken neu aufgestellt wurde.

Die geförderten Kliniken müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, unter anderem in einem Gebiet mit einer Bevölkerungsdichte unter hundert Einwohner pro Quadratkilometer liegen sowie über eine Fachabteilung für Innere Medizin, Chirurgie oder Geburtshilfe verfügen.

"Gemeinsam mit den Klinikvertretern haben wir eine gute Entscheidung getroffen, damit die Menschen auch in Zukunft gerade bei Notfällen ein Krankenhaus für die Erstversorgung in ihrer Nähe haben", erklärte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes:


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