04.07.2019, 10:13 Uhr

Straßburg (AFP) EU-Ratspräsident verteidigt im Europaparlament umstrittenes Personalpaket

Tusk im Europaparlament. Quelle: AFP/FREDERICK FLORIN (Foto: AFP/FREDERICK FLORIN)Tusk im Europaparlament. Quelle: AFP/FREDERICK FLORIN (Foto: AFP/FREDERICK FLORIN)

Tusk wirbt vor Abgeordneten für von der Leyen an der Spitze der Kommission

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das von den Staats- und Regierungschefs beschlossene umstrittene Personalpaket für mehrere EU-Spitzenjobs verteidigt. Erstmals in der Geschichte der Europäischen Union habe der Rat der EU-Staaten zwei Frauen und zwei Männer für Schlüsselposten vorgeschlagen, sagte der Pole am Donnerstag vor dem Europaparlament in Straßburg. Dies sei eine positive Entwicklung.

Nach langen und zähen Verhandlungen hatten die Staats- und Regierungschefs am Dienstag überraschend Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als künftige EU-Kommissionschefin vorgeschlagen. An die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) soll die derzeitige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) rücken, die Französin Christine Lagarde. Neuer EU-Außenbeauftragter soll der spanische Außenminister Josep Borrell werden und neuer Ratspräsident der belgische Regierungschef Charles Michel.

Damit sei eine "perfekte Balance" erreicht worden, betonte Tusk. "Europa spricht nicht nur über Frauen, Europa wählt Frauen."


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