28.06.2019, 10:14 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Volkswagen bringt seine Lkw-Tochter an die Börse

Lkw-Motor von MAN . Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Sven Hoppe (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Sven Hoppe)Lkw-Motor von MAN . Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Sven Hoppe (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Sven Hoppe)

Fünftgrößter Börsengang weltweit in diesem Jahr

Im zweiten Anlauf hat der Volkswagen-Konzern am Freitag seine Lkw-Tochter Traton an die Börse gebracht. Verkaufen will der Konzern einen Anteil von bis zu 11,5 Prozent - bei einem Preis von 27,00 Euro pro Aktie sind das 1,56 Milliarden Euro. VW braucht viel Geld für seine Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung.

Traton ist die Dachgesellschaft für die Marken MAN und Scania. VW wollte die Sparte eigentlich schon Anfang April an die Börse bringen - verschob dies jedoch kurzfristig unter Hinweis auf das Marktumfeld.

Mit dem Ausgabepreis von 27,00 Euro am Freitag blieb VW am unteren Ende der vor zwei Wochen festgelegten Preisspanne von 27,00 bis 33,00 Euro. Kurz nach Handelsbeginn sank der Kurs leicht auf 26,68 Euro. Der Börsengang fand zeitgleich auch in Stockholm statt. Auch dort fiel der Kurs zunächst leicht auf 282 Schwedische Kronen (26,73 Euro).

Traton verkaufte im vergangenen Jahr rund 233.000 Lkw und setzte 26 Milliarden Euro um. VW plante bereits seit knapp zwei Jahren, Anteile an seiner Nutzfahrzeugsparte auf dem Aktienmarkt zu verkaufen. Mitte vergangenen Jahres hatte der Vorstand die Sparte deshalb in eine eigenständige Aktiengesellschaft umgewandelt.

Medienberichten zufolge hatte sich die Konzernspitze ursprünglich Einnahmen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro für 25 Prozent der Anteile erhofft. Doch auch bei Einnahmen um 1,5 Milliarden Euro ist der Börsengang nach Angaben der Unternehmensberatung EY bislang der fünftgrößte weltweit in diesem Jahr. Die mit Abstand größte Transaktion war demnach der Börsengang des US-Fahrdienstvermittlers Uber, der 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) einbrachte.


0 Kommentare