25.06.2019, 08:21 Uhr

Laage (AFP) Hunderte Soldaten suchen nach Eurofighter-Absturz nach Wrackteilen

Eurofighter. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Wüstneck (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Wüstneck)Eurofighter. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Wüstneck (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Wüstneck)

Ermittlungen zur Unglücksursache laufen auf Hochtouren

Nach dem Absturz von zwei Eurofightern der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern laufen die Ermittlungen zur Unglücksursache auf Hochtouren. In der Nacht zum Dienstag suchten rund um die Absturzstellen etwa 300 Bundeswehrsoldaten teilweise mit Scheinwerfern und Nachtsichtgeräten nach Wrackteilen, wie ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin sagte. Zudem sicherten sie die Absperrung der zum militärischen Sperrgebiet erklärten Regionen ab.

Die Suche wurde auch am Dienstag fortgesetzt. Ob bereits die Flugschreiber der Maschinen gefunden wurden, wollte der Sprecher mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen. Die Flugunfalluntersuchung hat die Abteilung General Flugsicherheit des Luftfahrtamts der Bundeswehr übernommen.

Die beiden Eurofighter waren am frühen Montagnachmittag etwa 20 Minuten nach dem Aufsteigen zusammengestoßen und abgestürzt. Die Maschinen waren zusammen mit einem dritten Eurofighter auf einem Luftkampf-Übungsflug unterwegs. Sie waren nach Angaben der Luftwaffe unbewaffnet.

Die zum Teil brennenden Eurofighter fielen nach der Kollision in ein Waldstück nordöstlich des Fleesensees, einem Gewässer westlich der Stadt Waren an der Müritz. In beiden Fällen wurde noch der Schleudersitz aktiviert. Einer der Piloten kam ums Leben, der andere Pilot wurde nach Angaben der Luftwaffe lebend aus einer Baumkrone geborgen.

Beide Eurofighter gehörten zum Taktischen Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" in Laage bei Rostock. Das Luftwaffengeschwader ist nach eigenen Angaben unter anderem für die Ausbildung aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffen zuständig.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sprach am Montagnachmittag bei einem Besuches an der Unglücksstelle von einem "schweren Tag" für die Luftwaffe und die Bundeswehr.


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