13.06.2019, 11:57 Uhr

Berlin (AFP) Auch Schiff von deutscher Firma vor iranischer Küste mutmaßlich angegriffen

Einer der beiden mutmaßlich angegriffenen Öltanker vor der iranischen Küste. Quelle: IRIB TV/AFP/HO (Foto: IRIB TV/AFP/HO)Einer der beiden mutmaßlich angegriffenen Öltanker vor der iranischen Küste. Quelle: IRIB TV/AFP/HO (Foto: IRIB TV/AFP/HO)

Betreiber: Ein Verletzter auf Tanker "Kokuka Courageous" im Golf von Oman

Bei den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Öltanker vor der Küste des Iran war auch das Schiff einer deutschen Unternehmensgruppe betroffen. Wie die Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement auf ihrer Website mitteilte, wurde ihr Schiff "Kokuka Courageous" bei einem "Sicherheits-Zwischenfall" am Donnerstag im Golf von Oman beschädigt. Dabei sei eines der insgesamt 21 Besatzungsmitglieder leicht verletzt worden.

Die Crew habe den beschädigten Tanker mit einem Rettungsboot verlassen. Das in der Nähe fahrende Schiff "Coastal Ace" habe sie aufgenommen. Die "Kokuka Courageous" befinde sich zwar noch am Ort des Vorfalls, drohe aber nicht zu sinken, hieß es weiter. Der Tanker transportiere Methanol, die Ladung sei unbeschädigt.

Bei dem zweiten mutmaßlich angegriffenen Schiff handelt es sich laut der norwegischen Seefahrtbehörde um den norwegischen Tanker "Front Altair". An dessen Bord habe es drei Explosionen gegeben. Das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende Schiff sei am Morgen um 06.03 Uhr "angegriffen" worden. Es habe keine Verletzten gegeben, doch stehe das Schiff in Flammen und Rettungskräfte seien im Einsatz.

Die Fünfte US-Flotte hatte am Morgen gemeldet, zwei Tanker hätten im Golf von Oman nach einem "Angriff" Notrufe abgesetzt. Iranische Medien sprachen zunächst von einem "Unfall". Die Angriffe auf die Tanker erfolgen einen Monat nach "Sabotageakten" gegen vier Schiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die EU rief angesichts der Ereignisse im Golf von Oman zu "maximaler Zurückhaltung" auf. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini sagte, die Region brauche derzeit "keine weiteren Elemente der Destabilisierung und Spannungen".


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