12.06.2019, 02:04 Uhr

Berlin (AFP) Kabinett will juristische Betreuung straffälliger Jugendlicher verbessern

Justitia-Büste am Landgericht Krefeld. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ina Fassbender (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ina Fassbender)Justitia-Büste am Landgericht Krefeld. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ina Fassbender (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ina Fassbender)

Die Bundesregierung will die juristische Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher verbessern. Das Bundeskabinett berät auf seiner heutigen Sitzung über Vorlagen aus dem Bundesjustizministerium, mit denen eine EU-Richtlinie zum Jugendstrafrecht umgesetzt werden soll. Diese sieht vor, dass strafmündige Jugendliche unter 18 Jahren im Verdachtsfall bereits vor der ersten Vernehmung von einem Rechtsanwalt vertreten werden.

Die Bundesregierung will die juristische Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher verbessern. Das Bundeskabinett berät auf seiner heutigen Sitzung über Vorlagen aus dem Bundesjustizministerium, mit denen eine EU-Richtlinie zum Jugendstrafrecht umgesetzt werden soll. Diese sieht vor, dass strafmündige Jugendliche unter 18 Jahren im Verdachtsfall bereits vor der ersten Vernehmung von einem Rechtsanwalt vertreten werden.

Nach derzeitiger Rechtslage brauchen sie in diesem frühen Stadium nur in bestimmten Fällen einen Anwalt. Die Neuregelung soll dem Umstand Rechnung tragen, dass Jugendliche die Bedeutung ihrer Aussagen und die Tragweite von Strafverfahren weniger gut verstehen können als Erwachsene.


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