05.06.2019, 13:56 Uhr

Marsberg (AFP) Nach Absturz von Heißluftballon im Sauerland ein Fahrgast in Lebensgefahr

Nächtlicher Einsatz an Absturzstelle in Marsberg. Quelle: dpa/AFP/Daniel Schröder (Foto: dpa/AFP/Daniel Schröder)Nächtlicher Einsatz an Absturzstelle in Marsberg. Quelle: dpa/AFP/Daniel Schröder (Foto: dpa/AFP/Daniel Schröder)

Weitere zehn Menschen teils schwer verletzt - Ballon womöglich von Böe erfasst

Beim Absturz eines Heißluftballons im Sauerland sind alle elf Menschen an Bord verletzt worden, einer von ihnen lebensgefährlich. Der Ballon mit zehn Gästen und einem Piloten geriet nach Polizeiangaben am Dienstagabend kurz vor der Landung in Marsberg ins Trudeln und stürzte ab. Die Ursache war zunächst unklar, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte.

Geprüft werde, ob der Heißluftballon von einer Windböe erfasst wurde. Nach dem Aufprall überschlug sich der Ballon mehrfach. Die Verletzungen der Menschen an Bord entstanden offenbar durch den Gasbrenner des Luftgefährts.

Bei dem lebensgefährlich Verletzten handelte es um einen 52-jährigen Mann. Weitere fünf Menschen trugen schwere Verletzungen davon, darunter eine 51-jährige Frau, die zunächst ebenfalls in Lebensgefahr geschwebt hatte. Fünf Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die Fluggäste - vier Männer und sechs Frauen im Alter von 22 bis 59 Jahren - waren den Angaben zufolge mit dem 64-jährigen Piloten am Dienstagabend in Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg mit dem Ballon gestartet.

Aufschluss über den genauen Unfallhergang sollten nun Nachforschungen der Kripo sowie von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und der Bezirksregierung Münster geben. Der Ballon wurde am Mittwoch zu weiteren Untersuchungen zur BFU nach Braunschweig gebracht.


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