25.05.2019, 07:44 Uhr

Teheran (AFP) Irans Außenminister: US-Truppenaufstockung ist eine "Gefahr" für den Frieden

Irans Außenminister Sarif. Quelle: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI (Foto: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI)Irans Außenminister Sarif. Quelle: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI (Foto: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI)

Iran soll der Gefahr "entgegentreten"

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die geplante Aufstockung der US-Truppen im Nahen Osten als "Gefahr" für den internationalen Frieden bezeichnet. "Die verstärkte US-Präsenz in unserer Region ist sehr gefährlich und eine Gefahr für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit", sagte Sarif am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dieser Gefahr müsse der Iran "entgegentreten".

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angekündigt, vor dem Hintergrund der zuletzt verschärften Spannungen mit dem Iran rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Sie sollten dort vorwiegend "schützende" Aufgaben übernehmen, sagte Trump.

Die US-Regierung hatte in den vergangenen Wochen wiederholt vor einer akuten "Bedrohung" für ihre Truppen in der Region gewarnt. Nach Angaben von Regierungsvertretern in Washington soll diese Gefahr von irakischen Milizen ausgehen, die von den iranischen Revolutionsgarden befehligt würden.

Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert. Die von Trump genannte Zahl der Soldaten, die zusätzlich entsandt werden sollen, liegt aber unter den Zahlen, die in den vergangenen Tagen in US-Medienberichten genannt wurden. Darin war von bis zu 10.000 Soldaten die Rede.

Trump hatte dem Iran vor einigen Tagen mit der Vernichtung des Landes gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie wieder die USA", schrieb Trump bei Twitter.

Unter Verweis auf die "Bedrohung" durch den Iran hatte die US-Regierung bereits Anfang Mai einen Flugzeugträger, eine Bomberstaffel und eine Luftabwehrbatterie in die Golfregion verlegt. Zudem verschärfte sie die gegen den Iran verhängten Wirtschaftssanktionen.


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