24.05.2019, 11:34 Uhr

Berlin (AFP) Erneut zehntausende junge Menschen bundesweit für Klimaschutz auf der Straße

Demo in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Kay Nietfeld)Demo in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Kay Nietfeld)

Zweiter großer internationaler Protesttag - Bis zu 17.000 Teilnehmer in Hamburg

Zehntausende junge Menschen haben sich am Freitag in Deutschland erneut an den Streiks der Umweltbewegung Fridays for Future beteiligt. Diese hatte zur Europawahl zu einem zweiten großen internationalen Protesttag für Klimaschutz aufgerufen, bundesweit waren rund 300 Demonstrationen geplant. In Hamburg zählte die Polizei nach eigenen Angaben in der Spitze rund 17.000 Teilnehmer, in München waren es einem ersten Zwischenstand der Beamten zufolge rund 2500 bis 3000.

In Köln sprach Fridays for Future selbst von 12.000 Teilnehmern, die Polizei dort gab keine eigene Schätzung heraus. In Berlin nannten die Beamten eine Zahl von mehreren tausend, angemeldet waren dort 10.000 Demonstranten. Bundesweit erwarteten die Organisatoren nach eigenen Angaben hunderttausende Teilnehmer zu ihren Klimastreiks.

Schüler und Studenten protestieren seit Monaten einmal pro Woche in zahlreichen Ländern für mehr Klimaschutz und schwänzen dafür den Unterricht. Bereits im März gab es einen globalen Aktionstag. Zur Europawahl will Fridays for Future das Thema noch einmal in den Fokus rücken. Viele Jugendliche dürfen noch nicht wählen und können ihre Interessen daher nicht an den Wahlurnen zum Ausdruck bringen.

Inspiriert wurde die Bewegung von der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Sie läuft international unter verschiedenen Namen, in Deutschland unter der Bezeichnung Fridays for Future. Für die Bundesrepublik verlangen diese klare Regeln, um eine Reduktion von Treibhausgasen zu erreichen. So fordern die Initiatoren von Fridays for Future in Deutschland den Kohleausstieg bereits im Jahr 2030 und hundert Prozent erneuerbare Energieversorgung bis zum Jahr 2034.


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