23.05.2019, 13:45 Uhr

Detmold (AFP) Anklage gegen dritten Verdächtigen in Missbrauchsfall von Lügde erhoben

Absperrung während früherer Ermittlungen in Lügde. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner)Absperrung während früherer Ermittlungen in Lügde. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner)

Landgericht Detmold nennt zunächst noch keine Details zu den Vorwürfen

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs von Lügde hat die Staatsanwaltschaft einen dritten Verdächtigen angeklagt. Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen den Mann teilte das Landgericht Detmold am Donnerstag nicht mit. Diese würden erst veröffentlicht, wenn die Anklageschrift allen Beteiligten zugestellt worden sei.

Wie das Landgericht am Donnerstag weiter mitteilte, verkündete es gegen den 56-jährigen Hauptverdächtigen zudem einen inhaltlich an die Vorwürfe der jüngst bereits von der Staatsanwaltschaft gegen diesen vorgelegten Anklageschrift angepassten neuen Haftbefehl.

Die Missbrauchsserie von Lügde im Kreis Lippe war Ende Januar bekannt geworden. 41 Opfer identifiziert, die über Jahre hinweg auf einem Campingplatz sexuell missbraucht wurden. Die meisten der betroffenen Kinder waren zur Tatzeit zwischen drei und 14 Jahre alt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt acht Beschuldigte, von denen drei in Untersuchungshaft sitzen.


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