14.05.2019, 06:47 Uhr

Wiesbaden (AFP) Verbraucherpreise ziehen im April kräftig an

Einkaufswagen im Supermarkt. Quelle: dpa/AFP/Fabian Sommer (Foto: dpa/AFP/Fabian Sommer)Einkaufswagen im Supermarkt. Quelle: dpa/AFP/Fabian Sommer (Foto: dpa/AFP/Fabian Sommer)

Energiekosten treiben Inflation - Nahrungsmittel unterdurchschnittlich teurer

Höhere Energiepreise haben die Teuerungsrate im April deutlich nach oben getrieben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Verbraucherpreise um 2,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte und damit seine vorläufigen Ergebnisse von Ende April bestätigte. Die Preise für Energieprodukte stiegen dabei um 4,6 Prozent.

Die Preise für leichtes Heizöl erhöhten sich binnen eines Jahres um 9,4 Prozent und für Kraftstoffe um 5,4 Prozent. Deutlich teurer als im April 2018 waren nach Angaben der Statistiker auch Fernwärme (plus 5,3 Prozent), Erdgas (plus 3,2 Prozent) und Strom (plus 3,0 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im April 2019 bei 1,7 Prozent gelegen.

Einen erheblichen Anstieg gab es zudem bei Pauschalreisen (plus 11,2 Prozent) den das Bundesamt aber vor allem auf Kalendereffekte durch die im Vergleich zum Vorjahr späte Lage von Ostern zurückführte. Auch für Fahrten mit dem Fernbus (plus 13,6 Prozent), für Flugtickets (plus 6,1 Prozent) und Bahntickets (plus 3,4 Prozent) mussten Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich hingegen unterdurchschnittlich - sie lagen im April lediglich 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Einen Rückgang gab es mit minus 8,4 Prozent bei Obst.

Im März hatte sich die Inflation noch abgeschwächt, die Teuerung betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch 1,3 Prozent. Von März 2019 bis April legten die Preise nun vergleichsweise kräftig um 1,0 Prozent zu - vor allem wegen der gestiegenen Preise für Reisen.


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