14.05.2019, 06:19 Uhr

Christchurch (AFP) UN-Generalsekretär prangert bei Besuch in Christchurch Hass im Internet an

Guterres legt Blumen für  Opfer von Christchurch nieder. Quelle: Pool/AFP/Kai Schwoerer (Foto: Pool/AFP/Kai Schwoerer)Guterres legt Blumen für Opfer von Christchurch nieder. Quelle: Pool/AFP/Kai Schwoerer (Foto: Pool/AFP/Kai Schwoerer)

Guterres trifft sich mit Überlebenden des Moschee-Anschlags

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat bei einem Besuch im neuseeländischen Christchurch die Ausbreitung von Hassbotschaften im Internet angeprangert. Diese verbreiteten sich wie ein "Lauffeuer in den sozialen Medien", sagte Guterres am Dienstag bei einem Treffen mit Überlebenden des Anschlags in Christchurch vor zwei Monaten. "Wir müssen dieses Feuer löschen", fügte der UN-Generalsekretär hinzu. "Es gib keinen Raum für Hassrede - weder online noch offline."

Guterres bekräftigte Pläne für eine globale UN-Initiative gegen die Verbreitung von Hass im Internet. Der Sonderbeauftragte für die Völkermord-Prävention, Adama Dieng, werde dazu einen Aktionsplan vorlegen.

Ein australischer Rechtsextremist hatte am 15. März zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. 51 Menschen wurden getötet. Der Täter übertrug den Anschlag per Livestream im Internet.

Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern will am Mittwoch in Paris einen internationalen Aufruf gegen Terrorpropaganda im Netz vorstellen. An den Beratungen am Rande eines G7-Treffens sollen neben Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron unter anderem Regierungsvertreter aus Großbritannien, Kanada, Irland und Norwegen teilnehmen. Auch Manager der Technologiekonzerne Twitter, Microsoft, Google und Amazon werden zu dem Treffen erwartet.


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