10.05.2019, 22:22 Uhr

Vereinte Nationen (AFP) Huthi-Rebellen wollen sich von Häfen im Jemen zurückziehen

Zerstörtes Industriegebiet in Hodeida. Quelle: AFP/Archiv/STRINGER (Foto: AFP/Archiv/STRINGER)Zerstörtes Industriegebiet in Hodeida. Quelle: AFP/Archiv/STRINGER (Foto: AFP/Archiv/STRINGER)

Wichtige Hilfen für hungernde Bevölkerung kommen über Häfen ins Land

Im Jemen-Konflikt wollen sich die schiitischen Huthi-Rebellen nach UN-Angaben ab Samstag von Häfen der Stadt Hodeida zurückziehen. Der Abzug solle bis Dienstag abgeschlossen sein, teilte der Chef der UN-Beobachtermission im Jemen, Michael Lollesgaard, am Freitag mit. Die Rebellen wollten demnach auch die Häfen Saleef und Ras Issa verlassen.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.

Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember auf eine Waffenruhe für die Hafenstadt Hodeida verständigt, über deren Häfen ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land kommt. Im Februar einigten sich beide Seiten auf einen zweistufigen Truppenabzug aus Hodeida und zwei weiteren Häfen - die Umsetzung ließ jedoch auf sich warten.


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