08.05.2019, 19:13 Uhr

Washington (AFP) USA verhängen Sanktionen gegen Irans Bergbau- und Stahlsektor

US-Präsident Trump verhängt neue Iran-Sanktionen. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)US-Präsident Trump verhängt neue Iran-Sanktionen. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)

Trump: Zweitgrößte Einnahmequelle nach Öl wird getroffen

Die USA verhängen Sanktionen gegen den iranischen Bergbau- und Stahlsektor. Damit werde die zweitgrößte Einnahmequelle des Landes nach dem Erdöl getroffen, erklärte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in Washington. Den iranischen Ölsektor haben die USA bereits mit massiven Strafmaßnahmen belegt.

Die neuen Sanktionen richten sich neben Stahl gegen Exporte von Eisen, Aluminium und Kupfer. Trump verkündete die Maßnahmen genau ein Jahr nach seiner einseitigen Aufkündigung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran, das er für völlig unzulänglich hält. Seither hat er bereits eine ganze Serie von Sanktionen gegen das Land in Kraft gesetzt.

Seine Regierung wende gegen den Iran "erfolgreich die mächtigste Kampagne des maximalen Drucks" an, welche es jemals gegeben habe, betonte der US-Präsident. Weitere Maßnahmen würden folgen, sollte Teheran sein Verhalten nicht ändern, warnte er.

Trump prangerte die iranische Führung regelmäßig als weltweit größten Förderer des "Terrorismus" an und kritisiert heftig die iranischen Interventionen in diversen Konfliktgebieten im Nahen Osten.

Der US-Präsident erklärte jetzt aber auch, dass er "eines Tages" mit der iranischen Führung zusammenkommen wolle, um "eine Vereinbarung auszuarbeiten" und Schritte hin zu einer Zukunft ergreifen, welche der Iran "verdient".

Der iranische Staatschef Hassan Ruhani hatte seinerseits zuvor am Mittwoch einen Teilausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen von 2015 verkündet. An die festgelegten Beschränkungen bei den Beständen an angereichertem Uran und Schwerwasser will sich der Iran nicht mehr halten.


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