07.05.2019, 09:05 Uhr

Istanbul (AFP) Istanbuls Bürgermeister berät nach Wahl-Annullierung mit Partei über Strategie

Bürgermeister Ekrem Imamoglu am Montagabend. Quelle: AFP/Bulent Kilic (Foto: AFP/Bulent Kilic)Bürgermeister Ekrem Imamoglu am Montagabend. Quelle: AFP/Bulent Kilic (Foto: AFP/Bulent Kilic)

Imamoglu hatte Bürgermeisterwahl im März knapp gewonnen

Nach der umstrittenen Entscheidung der türkischen Wahlbehörde zur Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul hat Stadtoberhaupt Ekrem Imamoglu mit seiner Partei über das weitere Vorgehen beraten. Imamoglu traf am Dienstag mit dem Chef seiner Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, zusammen, wie die Partei mitteilte. Später sollte ein Treffen mit der Chefin der rechtsgerichteten IYI-Partei, Meral Aksener, stattfinden.

Imamoglu hatte die Annullierung der Bürgermeisterwahl am Montagabend vor tausenden Anhängern in der Millionenmetropole als "Verrat" bezeichnet. "Vielleicht seid ihr aufgebracht, aber verliert nie eure Hoffnung", mahnte er.

Die türkische Wahlbehörde YSK hatte einer Beschwerde der türkischen Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan stattgegeben und eine Wiederholung der Wahl vom 31. März angeordnet.

Imamoglu war bei der Wahl nach einer zweiten Auszählung mit rund 13.000 Stimmen knapp vor dem AKP-Kandidaten und früheren Ministerpräsidenten Binali Yildirim gelandet. Yildirim, ein enger Verbündeter Erdogans, erklärte nach der Entscheidung der Wahlbehörde zur Wiederholung des Urnengangs, er hoffe, diese werde "vorteilhaft für unsere Stadt sein".

Die EU forderte die türkische Wahlbehörde auf, "unverzüglich" die Gründe für die Wiederholung der Wahl zu nennen.


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