03.05.2019, 09:00 Uhr

Berlin (AFP) Zahl niedergelassener Ärzte gestiegen

Kassenärztliche Bundesvereinigung spricht trotzdem von knapper Ressource

Die Zahl niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten ist im vergangenen Jahr gestiegen. Trotzdem bleibe "die Ressource Arzt" knapp, erklärte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, am Freitag zur Vorstellung des Bundesartzregisters 2018. Grund sei vor allem, dass immer mehr Praxisärzte in Teilzeit arbeiteten oder angestellt seien.

Ende 2018 waren demnach 175.294 Ärzte und Psychotherapeuten in der vertragsärztlichen Versorgung tätig. Das waren 2647 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Ärzte erhöhte sich damit um 0,8 Prozent, die der Psychotherapeuten sogar um 5,5 Prozent.

Allerdings habe sich auch die Zahl der angestellten Ärzte und Psychotherapeuten deutlich erhöht und zwar auf mittlerweile fast 36.300. Das sind Gassen zufolge fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der tatsächliche Zuwachs liege 2018 daher nur bei 0,2 Prozent. Leicht stieg auch das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten - auf nunmehr 54,2 Jahre.

Das Bundesarztregister umfasst alle Ärzte und Psychotherapeuten, die gesetzlich Versicherte ambulant behandeln. Auch die Bundesärztekammer veröffentlicht eine Ärztestatistik, die allerdings alle in Deutschland tätigen Ärzte umfasst, also auch Krankenhausärzte und Privatärzte. Nicht berücksichtigt werden in dieser Statistik hingegen die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Psychotherapeuten.


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