27.04.2019, 03:53 Uhr

Colombo (AFP) 15 Tote im Zuge von Razzia in Islamistenversteck in Sri Lanka

Soldat in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Quelle: AFP/Jewel SAMAD (Foto: AFP/Jewel SAMAD)Soldat in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Quelle: AFP/Jewel SAMAD (Foto: AFP/Jewel SAMAD)

Selbstmordattentäter sprengen sich bei Razzia in die Luft

Bei Selbstmordattentaten im Zuge einer Razzia von Sicherheitskräften im Osten Sri Lankas sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch sechs Kinder, teilte die Polizei am Samstag mit.

Drei Männer sprengten sich demnach in einem mutmaßlichen Islamistenversteck in der Stadt Kalmunai in die Luft, als Sicherheitskräfte von Armee und Polizei versuchten, in das Gebäude vorzudringen. Nach Geheimdienstinformationen soll es sich um ein Versteck der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt haben.

Neben den drei Selbstmordattentätern starben demnach drei Frauen und sechs Kinder. "Drei weitere Männer" seien tot außerhalb des Hauses gefunden worden. Bei ihnen habe es sich mutmaßlich ebenfalls um Selbstmordattentäter gehandelt, teilte die Polizei mit.

Die Regierung und Behörden in Sri Lanka stehen nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag unter großem Druck, da es im Vorfeld konkrete Hinweise gegeben hatte, denen nicht nachgegangen wurde. Bei den Anschlägen auf mehrere Kirchen und Hotels waren nach Behördenangaben 253 Menschen getötet worden, darunter auch zahlreiche Ausländer. Der IS reklamierte die Taten für sich, die Regierung machte dagegen die einheimische Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) verantwortlich.


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