21.04.2019, 02:16 Uhr

Bamako (AFP) Ägyptischer UN-Blauhelmsoldat bei Angriff in Mali getötet

UN-Blauhelmsoldat bei Angriff in Mali getötet. Quelle: AFP/Archiv/FLORENT VERGNES (Foto: AFP/Archiv/FLORENT VERGNES)UN-Blauhelmsoldat bei Angriff in Mali getötet. Quelle: AFP/Archiv/FLORENT VERGNES (Foto: AFP/Archiv/FLORENT VERGNES)

Vier Soldaten verletzt - Ein Angreifer getötet

Ein UN-Blauhelmsoldat aus Ägypten ist bei einem Sprengstoff-Anschlag in Mali getötet worden. Vier weitere Soldaten der UN-Mission Minusma seien durch die Explosion im Zentrum des Landes verletzt worden, erklärte Minusma am Samstag. Ein Angreifer wurde getötet. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte die Attacke auf die Blauhelme.

Die Soldaten waren am Samstagmorgen auf der Strecke zwischen den Orten Douentza und Boni mit einem Fahrzeugkonvoi unterwegs, als der Sprengsatz detonierte. Auch Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif verurteilte den "feigen Angriff" auf die Blauhelmsoldaten. Diese erhielten nach Angaben der UN-Mission rasch Unterstützung durch weitere Blauhelmeinheiten.

Laut UN-Generalsekretär Guterres wurde einer der Angreifer getötet. Acht weitere seien festgenommen worden. Guterres rief die Behörden in Mali auf, die Täter schnell zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Rückzugsgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität.

Die Blauhelm-Soldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen. Seit 2013 kamen mehr als 190 Soldaten der Mission Minusma ums Leben, der Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Friedensmission. Auch die Bundeswehr ist in Mali im Einsatz. Deutsche Soldaten beteiligten sich an Minusma und an der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali.


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