11.04.2019, 07:29 Uhr

Berlin (AFP) Bundestag debattiert über Tests zu Trisomie 21

Bluttests zur Trisomie könnten Kassenleistung werden. Quelle: dpa/AFP/Tobias Kleinschmidt (Foto: dpa/AFP/Tobias Kleinschmidt)Bluttests zur Trisomie könnten Kassenleistung werden. Quelle: dpa/AFP/Tobias Kleinschmidt (Foto: dpa/AFP/Tobias Kleinschmidt)

Abgeordnete beraten über Kostenübernahme durch Krankenkassen

Der Bundestag hat am Donnerstag über den Umgang mit Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms diskutiert. Zum Auftakt der Debatte sprach sich die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke (CDU), dafür aus, dass diese Schnelltests künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Dies würde die Möglichkeit schaffen, eine verpflichtende Beratung für die werdenden Eltern einzuführen - was außerhalb des Gesundheitswesens nicht möglich sei.

Auch SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach sprach sich dafür aus, die Bluttests in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Er verwies auf die Risiken der alternativ möglichen Fruchtwasseranalyse, deren Kosten bereits von den Kassen übernommen werden. Der bessere Bluttest dürfe aber Frauen, die ihn sich nicht leisten könnten, nicht vorenthalten werden.

Die Gegner einer Kostenerstattung durch die Kassen warnen, es könne zu einer Ausweitung der Tests und letztlich einer Zunahme von Abtreibungen kommen. Die Parlamentarier werden am Donnerstag keinen Beschluss fassen. Die Entscheidung zu einer Kostenübernahme durch die Kassen muss letztlich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) des Gesundheitswesens treffen.


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