10.04.2019, 06:58 Uhr

Berlin (AFP) Zahl der Drogentoten 2018 leicht auf 1276 gestiegen

Spritze mit Heroin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Boris Roessler (Foto: dpa/AFP/Archiv/Boris Roessler)Spritze mit Heroin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Boris Roessler (Foto: dpa/AFP/Archiv/Boris Roessler)

Mortler fordert bessere finanzielle Ausstattung der Suchtberatungen

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht auf 1276 gestiegen. Dies waren vier Tote mehr als im Jahr davor, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Einen deutlichen Rückgang gab es demnach bei den Menschen, die an einer Überdosis von Opioiden wie Heroin oder Morphin starben. Die Zahl der Verstorbenen sank von 707 auf 629. Damit gab es dennoch weiter die meisten Todesfälle durch Überdosierungen der Rauschgifte.

Einen Rückgang habe es auch bei Todesfällen durch neue psychoaktive Substanzen, sogenannte Legal Highs, gegeben. Gestiegen seien dagegen die Todeszahlen infolge von psychoaktiven Medikamenten wie etwa Benzodiazepinen.

Mortler erklärte, um Suchtprobleme besser zu bekämpfen, sei besonders die kommunale Suchthilfe wichtig. "Es ist höchste Zeit, die Suchtberatung bestmöglich für die Zukunft aufzustellen." Dafür sei aber mehr Geld nötig. Es funktioniere nicht, bei gleichbleibender Finanzierung mehr zu leisten.


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