08.04.2019, 09:46 Uhr

Wiesbaden (AFP) Zahl der Baugenehmigungen im Januar um neun Prozent gestiegen

Wohnanlage in München. Quelle: dpa/AFP/Sven Hoppe (Foto: dpa/AFP/Sven Hoppe)Wohnanlage in München. Quelle: dpa/AFP/Sven Hoppe (Foto: dpa/AFP/Sven Hoppe)

Baugewerbe fordert mehr "Drive" im preiswerten Mietwohnungsau

Im Januar sind deutlich mehr neue Wohnungen genehmigt worden als zu Jahresbeginn 2018: Die Zahl der Baugenehmigungen stieg um 9,1 Prozent auf 27.100, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Neu genehmigt wurden demnach fast 7000 Einfamilienhäuser, rund 1600 Zweifamilienhäuser und rund 13.600 Mehrfamilienhäuser. Das Baugewerbe forderte "mehr Drive" im preiswerten Mietwohnungsbau.

Dazu brauche es vor allen Dingen eine "deutliche Forcierung preiswerter Baulandflächen durch die Kommunen", erklärte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa. Planungs- und Genehmigungsprozesse müssten zudem beschleunigt und vereinfacht werden. "Darüber hinaus sollten bundesweit einheitliche Typengenehmigungen in die Landesbauordnungen aufgenommen werden." Damit können Kosten deutlich reduziert werden.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Baugenehmigungen trotz der anhaltenden Wohnungsknappheit auf insgesamt 347.300 leicht gesunken. Die Immobilien- und Wohnungswirtschaft hatte das kritisiert.

Nicht jede genehmigte Wohnung kann auch schnell gebaut werden. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen lag 2017 bei 285.000, für 2018 werden ähnliche Zahlen erwartet. Nötig sind deutlich mehr neue Wohnungen.


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