08.04.2019, 10:44 Uhr

Wiesbaden (AFP) Deutschlands Ausfuhren im Februar um fast vier Prozent gestiegen

Logo mit der Aufschrift "Made in Germany". Quelle: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand (Foto: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand)Logo mit der Aufschrift "Made in Germany". Quelle: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand (Foto: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand)

Im Vergleich zum Januar aber leichter Rückgang

Deutschland Exporte haben im Februar ordentlich zugelegt. Der Wert der Ausfuhren stieg um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 108,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Einfuhren stiegen um 5,1 Prozent im Vorjahresvergleich auf 90,9 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss betrug damit 17,9 Milliarden Euro.

Gegenüber Januar nahmen die Ausfuhren im Februar kalender- und saisonbereinigt allerdings um 1,3 Prozent ab. Analyst Carsten Brzeski von der ING-Bank erklärte, die deutsche Exportwirtschaft kämpfe noch immer mit den politischen Unsicherheiten rund um den Globus - vom Handelsstreit zwischen den USA und China über die chinesische Konjunktur bis zum möglichen harten Brexit. Es gebe offenbar zu viele Krisen, um allen gleichzeitig zu trotzen.

Auch der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erklärte, die Ungewissheit aufgrund der vielen ungelösten Konflikte weltweit schlage sich in den Auftragsbüchern nieder. Der deutsche Außenhandel könne sich der "kritischen Situation", in der sich die Weltwirtschaft befinde, nicht entziehen.

Brzeski machte aber Mut: Erste Indikatoren deuteten auf eine Belebung des Welthandels hin, erklärte er. Zudem könnten die USA und China ihren Handelsstreit lösen - davon dürften Exporte Made in Germany profitieren.


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