28.03.2019, 08:28 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Bayer büßt nach US-Urteil gegen Monsanto weiter an Börsenwert ein

Kursrückgang um rund zwei Prozent zum Handelsauftakt

Bayer hat nach dem neuen Gerichtsurteil in den USA gegen Monsanto weitere Kursverluste hinnehmen müssen. An der Börse in Frankfurt am Main gaben die Papiere des Leverkusener Konzerns am Donnerstag zum Handelsauftakt um rund zwei Prozent nach. Seit der Übernahme des US-Agrarunternehmens im vergangenen Jahr hat Bayer erheblich an Wert eingebüßt; der Aktienkurs ging seitdem um mehr als 45 Prozent zurück.

Eine Jury im US-Bundesstaat Kalifornien hatte am Mittwoch befunden, dass Monsanto nicht genügend vor den Risiken des Einsatzes des glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels Roundup gewarnt habe. Monsanto muss demnach fast 81 Millionen Dollar (knapp 72 Millionen Euro) an den an Krebs erkrankten US-Bürger Edwin Hardeman zahlen.

Bayer erklärte in einer ersten Stellungnahme, der Konzern sei "über das Urteil der Jury enttäuscht" und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Das Unternehmen bekräftigte seine Ansicht, wonach das Herbizid nicht krebserregend sei.


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