27.03.2019, 17:21 Uhr

Berlin (AFP) Bahn-Tochter Arriva soll verkauft werden

Deutsche-Bahn-Zentrale in Berlin. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)Deutsche-Bahn-Zentrale in Berlin. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)

Aufsichtsrat beauftragt Konzernvorstand mit "Prüfung verschiedener Optionen"

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat den Vorstand des Konzerns beauftragt, verschiedene Möglichkeiten eines Verkaufs der Auslandstochter Arriva voranzutreiben. Wie die Bahn am Mittwochabend mitteilte, soll das Management des bundeseigenen Konzerns einem Beschluss des Aufsichtsrates zufolge "den Verkauf von bis zu 100 Prozent an einen oder mehrere Investoren sowie einen Börsengang prüfen".

Die verschiedenen Optionen eines Arriva-Verkaufes würden demnach "einen Beitrag zur Begrenzung des Verschuldungsanstieges ermöglichen und gleichzeitig Arriva in die Lage versetzen, weitere finanzielle Spielräume für Wachstum zu generieren".

Die Bahn steht derzeit angesichts struktureller Probleme des Konzerns unter wachsendem Druck. Vorstandschef Richard Lutz hatte zuletzt mehr Geld für den Konzern vom Staat angemahnt. Die Hauptprobleme sind demnach auch fehlende Gleise und eine veraltete Infrastruktur. Die Verhandlungen zwischen dem Konzern und dem Bund über Mittel für Reparaturen und Ausbauarbeiten laufen derzeit. Am Donnerstag veröffentlicht die Bahn ihre Jahresbilanz für 2018.

Arriva ist in Großbritannien ansässig und seit 2010 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bahn. Das Unternehmen erzielte nach Bahn-Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,44 Milliarden Euro und beschäftigte in Europa 53.000 Mitarbeiter.


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