25.03.2019, 03:33 Uhr

Wellington (AFP) Ardern ordnet unabhängige Untersuchung zu Anschlag von Christchurch an

Premierministerin Ardern. Quelle: AFP/Archiv/Dave LINTOTT (Foto: AFP/Archiv/Dave LINTOTT)Premierministerin Ardern. Quelle: AFP/Archiv/Dave LINTOTT (Foto: AFP/Archiv/Dave LINTOTT)

Attacken mit 50 Toten in Neuseeland hatten für Entsetzen gesorgt

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat eine unabhängige Untersuchung des tödlichen Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch angeordnet. Es müsse alles unternommen werden um herauszufinden, "wie sich dieser Terroranschlag ereignete und wie wir ihn hätten stoppen können", sagte Ardern am Montag. Die Premierministerin setzt dazu eine sogenannte königliche Kommission ein.

Ein australischer Rechtsextremist hatte bei Attacken auf zwei Moscheen in Christchurch am 15. März 50 Menschen erschossen. Das Blutbad sorgte international für Entsetzen. Zugleich wurde die Frage laut, ob Neuseelands Geheimdienste den Anschlag hätten verhindern können - und ob sie sich einseitig auf mögliche islamistische Gefahren konzentriert hatten.

"Eine Frage, die wir beantworten müssen, ist, ob wir mehr hätten wissen können oder müssen", sagte Ardern am Montag. Neuseeland sei zwar kein "Überwachungsstaat"; es gebe aber offene Fragen. Einer Wiedereinführung der Todesstrafe erteilte die Premierministerin eine Absage.


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