23.03.2019, 17:37 Uhr

Oslo (AFP) 1300 Menschen müssen von Kreuzfahrtschiff in Norwegen evakuiert werden


Schiff setzt SOS wegen Problemen mit Motor ab

Vor der Westküste Norwegens ist am Samstag eine spektakuläre Rettungsaktion angelaufen, um rund 1300 Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Viking Sky" aus Seenot zu befreien. Der Dampfer setzte wegen "Motorproblemen bei schlechtem Wetter" einen SOS-Notruf ab, wie das Rettungszentrum in Süd-Norwegen im Onlinedienst Twitter mitteilte. Die Rettungskräften waren mit Hubschraubern im Einsatz, um die rund 1300 Passagiere sowie die Besatzung in Sicherheit zu bringen.

Die "Viking Sky" habe nur noch einen funktionierenden Motor, und der Wind sei "ziemlich stark", sagte der Einsatzleiter Tor Andre Franck der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Polizeiangaben sollen alle Passagiere an Land gebracht werden. Gegen 16.30 Uhr waren bereits etwa hundert Menschen per Hubschrauber von Bord gebracht worden. Nach Angaben der Rettungskräfte waren fünf Hubschrauber im Einsatz, die jeweils 15 bis 20 Menschen transportieren können.

Fernsehbilder zeigten das riesige weiße Schiff im aufgewühlten Meer, während Helikopter in der Luft kreisten. "Das wird dauern, bis alle evakuiert sind", sagte Franck. Auch Schiffe der Küstenwache und Rettungsboote waren auf dem Weg. Ein Schlepper, der am späten Nachmittag zur "Viking Sky" startete, sollte versuchen, das Kreuzfahrtschiff in einen Hafen zu ziehen.

Der Vorfall ereignete sich etwa zwei Kilometer vor der Küste Westnorwegens. In dem Küstenabschnitt Hustadvika bei Romsdal gab es schon mehrere Schiffsunglücke. Ein Motorschaden sei dort für ein Schiff "gefährlich", weil es unter Wasser viele Riffe gebe, sagte Franck. Die "Viking Sky" war auf dem Weg von Tromsö in Nordnorwegen nach Stavanger im Süden.

Bisher sei das Schiff "stabil", sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. "Es hat den Anker ausgeworfen, und einer der Motoren ist in Betrieb." Nach Angaben der Rettungskräfte gibt es bisher nur einen Leichtverletzten. Bisher sei die Rettungsaktion gut verlaufen, sagte ein anderer Sprecher dem nordwegischen Sender NRK.


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