14.03.2019, 08:02 Uhr

Osnabrück (AFP) Verbraucherschützer kritisieren geplantes Terminservice-Gesetz als unzureichend

Ein Arzt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Rolf Vennenbernd (Foto: dpa/AFP/Archiv/Rolf Vennenbernd)Ein Arzt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Rolf Vennenbernd (Foto: dpa/AFP/Archiv/Rolf Vennenbernd)

Ärztemangel sei eigentliches Kernproblem - Bundestag entscheidet am Donnerstag

Verbraucherschützer haben das am Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung anstehende sogenannte Terminservice-Gesetz der Regierung als unzureichend kritisiert. Wartezeiten vor Arztterminen seien für Patienten zwar ein großes Problem, sagte der Vorstandschef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag. "Das Kernproblem bleibt jedoch: In ländlichen Regionen und ärmeren Stadtteilen fehlen Ärzte."

Dem Gesetzentwurf zufolge soll die Mindestzahl an wöchentlichen Sprechstunden für gesetzlich Versicherte von 20 auf 25 Stunden erhöht werden, damit diese schneller einen Termin bekommen können. Bestimmte Fachärzte sollen zudem fünf Stunden pro Woche anbieten müssen, die Versicherte ohne vorherige Terminvereinbarung in Anspruch nehmen können.

Müller betonte, das neue Gesetz bringe eine Vielzahl von Neuerungen für Ärzte und Patienten. Es gehe aber über Einzelmaßnahmen nicht hinaus. Es fehle ein "nachvollziehbares Gesamtkonzept für eine patientenorientierte und zukunftsfeste Gesundheitsversorgung".


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