04.03.2019, 11:52 Uhr

Hamburg (AFP) Deutsche finden zunehmend Gefallen am Fasten

Alkoholverzicht steht in einer DAK-Umfrage zum Fasten ganz oben. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Frank Rumpenhorst (Foto: dpa/AFP/Archiv/Frank Rumpenhorst)Alkoholverzicht steht in einer DAK-Umfrage zum Fasten ganz oben. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Frank Rumpenhorst (Foto: dpa/AFP/Archiv/Frank Rumpenhorst)

63 Prozent halten Fastenzeit für sinnvoll - Alkoholverzicht ganz oben auf der Liste

Immer mehr Deutsche finden Gefallen am Fasten: Mittlerweile halten es 63 Prozent für sinnvoll, mehrere Wochen gezielt auf ein bestimmtes Genussmittel oder auf Konsumgüter zu verzichten, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit zeigt. Vor acht Jahren waren dies erst 53 Prozent.

Die meisten wollen in diesem Jahr Alkohol meiden. Mit 73 Prozent sind das so viele wie nie zuvor und sogar zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Fast genauso viele Menschen nehmen sich vor, auf Süßigkeiten zu verzichten (67 Prozent). Auf Fleisch will zeitweise fast jeder zweite Befragte (46 Prozent) verzichten, das sind elf Prozent mehr als 2018.

Den Fernseher wollen 39 Prozent für einige Wochen ausgeschaltet lassen, fast ebenso viele (38 Prozent) wollen die Finger von Zigaretten lassen. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) will weniger am Handy oder Computer hängen. Jeder Fünfte (20 Prozent) plant, während der Fastenzeit aufs Auto zu verzichten. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte vom 11. bis zum 13. Februar rund tausend Bürger.

Junge Leute im Alter von 18 bis 29 Jahren stehen dem Fasten demnach besonders offen gegenüber. Zwei Drittel (67 Prozent) sagen, dass sie schon mindestens einmal gefastet haben. Dabei verzichteten sie am ehesten auf Alkohol, Süßigkeiten und das Fernsehen.

Auch Männer und Frauen setzen unterschiedliche Prioritäten. So geben Frauen häufiger als Männer an, auf Süßigkeiten (70 Prozent) oder auf Fleisch (50 Prozent) verzichten zu wollen. Bei Männern steht Alkohol mit 77 Prozent ganz oben auf der Liste.

Die meisten Fans des Fastens gibt es in Bayern und Baden-Württemberg. Dort gab etwa jeder Zweite an, schon mehrmals gefastet zu haben. Im Osten liegt der Anteil hingegen nur bei 39 Prozent.


0 Kommentare