25.02.2019, 05:01 Uhr

San Francisco (AFP) Wegweisender Glyphosat-Prozess beginnt in San Francisco

Verpackung eines glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul)Verpackung eines glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul)

Vor einem Bundesgericht im kalifornischen San Francisco beginnt heute (8.00 Uhr Ortszeit) der Prozess des US-Bürgers Edward Hardeman gegen den deutschen Chemieriesen Bayer. Hardeman macht das Herbizid Glyphosat für seine Krebserkrankung verantwortlich. Der Ausgang des Verfahrens könnte wegweisend für tausende weitere Klagen gegen Bayers US-Tochter Monsanto sein.

Vor einem Bundesgericht im kalifornischen San Francisco beginnt heute (8.00 Uhr Ortszeit) der Prozess des US-Bürgers Edward Hardeman gegen den deutschen Chemieriesen Bayer. Hardeman macht das Herbizid Glyphosat für seine Krebserkrankung verantwortlich. Der Ausgang des Verfahrens könnte wegweisend für tausende weitere Klagen gegen Bayers US-Tochter Monsanto sein.

Ein Geschworenengericht in San Francisco hatte Monsanto in einem anderen Fall im vergangenen August zur Zahlung Schadenersatz verurteilt. Bayer ging in Berufung. Insgesamt sind mehr als 9300 Klagen von Krebskranken bei US-Gerichten eingegangen. Viele dieser Verfahren wurden bei einzelnen Gerichten gebündelt. Die Hardeman-Klage ist das erste Pilotverfahren, über das nun vor Gericht verhandelt wird. Dem Konzern zufolge geht von Glyphosat bei sachgerechter Anwendung keine Gefahr aus. Die zur WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) kam hingegen zu dem Schluss, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend bei Menschen" sei.


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