15.02.2019, 11:09 Uhr

Brüssel (AFP) Brexit-Chefunterhändler treffen sich am Montag in Brüssel

EU-Chefunterhändler Barnier. Quelle: AFP/Aris Oikonomou (Foto: AFP/Aris Oikonomou)EU-Chefunterhändler Barnier. Quelle: AFP/Aris Oikonomou (Foto: AFP/Aris Oikonomou)

Labour-Chef Corbyn führt am Donnerstag Gespräche mit Barnier

Nach der erneuten Abstimmungsniederlage für Premierministerin Theresa May im britischen Unterhaus treffen sich am Montag die Brexit-Chefunterhändler der EU und Großbritanniens. EU-Verhandlungsführer Michel Barnier werde in Brüssel erneut mit Brexit-Minister Stephen Barclay zusammenkommen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag. Beide hatten sich am vergangenen Montag erstmals seit Abschluss der Verhandlungen über den Austrittsvertrag im November wieder getroffen.

Barnier wird zudem kommende Woche auch den britischen Oppositionsführer Jeremy Corbyn treffen, wie sein Sprecher mitteilte. Ein Gespräch ist demnach am Donnerstag geplant. Der Labour-Chef hat vorgeschlagen, dass Großbritannien nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU bleibt. Die Brexit-Hardliner in Mays konservativer Partei lehnen das strikt ab, weil London dann keine eigenständige Handelspolitik betreiben könnte.

Das britische Unterhaus hatte das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen Mitte Januar klar abgelehnt und Nachbesserungen gefordert. Dies lehnt die EU ab und bietet lediglich weitere Zusicherungen in einer begleitenden politischen Erklärung zu den künftigen Beziehungen an. May war am Donnerstagabend mit dem Versuch gescheitert, sich im Unterhaus Rückendeckung für ihren Brexit-Kurs zu holen.

Besonders umstritten im Brexit-Vertrag ist eine Auffanglösung für Nordirland. Diese soll eine "harte Grenze" mit wiedereingeführten Kontrollen zu Irland verhindern. Nach ihr würde das Vereinigte Königreich bis auf weiteres in einer Zollunion mit der EU bleiben, falls nach Ablauf der Übergangsphase keine andere Vereinbarung getroffen wird.


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