11.02.2019, 00:45 Uhr

London (AFP) "Roma" festigt mit Erfolg bei Bafta-Filmpreisen seine Oscar-Favoritenrolle

Alfonso Cuarón. Quelle: AFP/Ben STANSALL (Foto: AFP/Ben STANSALL)Alfonso Cuarón. Quelle: AFP/Ben STANSALL (Foto: AFP/Ben STANSALL)

Drama des Mexikaners Cuarón als bester Film und für beste Regie ausgezeichnet

Mit den beiden wichtigsten Auszeichnungen bei den britischen Bafta-Filmpreisen hat das Drama "Roma" des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón seine Oscar-Favoritenrolle untermauert. Der für den Streamingdienst Netflix produzierte Film wurde am Sonntagabend als bester Film und für die beste Regie geehrt. Ausgezeichnet wurde "Roma" auch als bester fremdsprachiger Film und für die beste Kamera.

Den Bafta-Award als beste Hauptdarstellerin gewann die Britin Olivia Coleman für ihre Rolle als britische Königin Anne in dem Historienfilm "The Favourite - Intrigen und Irrsinn". Als bester Hauptdarsteller wurde der US-Schauspieler Rami Malek für seine Rolle als Queen-Frontmann Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" ausgezeichnet.

Bei der Verleihung der Trophäen der British Academy of Film and Television Arts (Bafta) in der Londoner Royal Albert Hall zeigte sich Cuarón tief bewegt über die Auszeichnungen für "Roma". "Ich bin wirklich gerührt, dass dieser Film so aufgenommen wurde, wie er aufgenommen wurde."

"Roma" erzählt die Geschichte des Dienstmädchens Cleo in einer wohlhabenden mexikanischen Familie in den 1970er Jahren. Das autobiografisch geprägte Schwarz-Weiß-Drama wurde bereits mit zwei Golden Globes ausgezeichnet. In zehn Kategorien, darunter bester Film und beste Regie, kann sich Cuarón mit "Roma" Hoffnungen auf einen Oscar machen.

Neben "Roma" war "The Favourite - Intrigen und Irrsinn" von Regisseur Yorgos Lanthimos der große Gewinner bei der Bafta-Zeremonie, der auch Prinz William und seine Ehefrau Kate beiwohnten. Der in zwölf Kategorien nominierte Historienfilm gewann sieben Trophäen. Neben der Ehrung von Olivia Coleman als beste Hauptdarstellerin gab es unter anderem Preise als bester britischer Film, für die beste Nebendarstellerin (Rachel Weisz), das beste Originaldrehbuch und die besten Kostüme.

Freuen konnte sich ein Mal mehr Rami Malek, der für seine Darstellung von Freddie Mercury schon mehrere Preise gewonnen hat. Die Nominierung von "Bohemian Rhapsody"-Regisseur Bryan Singer hatte die Bafta-Akademie dagegen nach Vorwürfen sexueller Angriffe durch mehrere junge Männer zurückgenommen.

Malek war - ebenso wie Coleman - Anfang Januar mit einem Golden Globe ausgezeichnet worden. Außerdem zählen beide zu den Oscar-Nominierten. Die begehrten US-Filmpreise werden am 24. Februar verliehen.


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