05.02.2019, 12:04 Uhr

Berlin (AFP) Regierung plant keine Rettung von Germania

Germania-Maschine in Dresden. Quelle: dpa/AFP/Monika Skolimowska (Foto: dpa/AFP/Monika Skolimowska)Germania-Maschine in Dresden. Quelle: dpa/AFP/Monika Skolimowska (Foto: dpa/AFP/Monika Skolimowska)

Altmaier: Das ist "ein Anwendungsfall von Marktwirtschaft"

Die Bundesregierung plant derzeit keine Rettung der insolventen Fluggesellschaft Germania und auch kein Eingreifen zugunsten der betroffenen Passagiere. Es handele sich bei der Pleite um "einen Anwendungsfall von Marktwirtschaft", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag in Berlin. Zu dieser gehörten unternehmerischer Erfolg und Misserfolg gleichermaßen. Wenn der Staat "willkürlich" Firmen rette, komme es zu "Fehlallokationen" und hohen betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten, mahnte der Minister.

Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin im Sommer 2017 hatte die Bundesregierung dem Unternehmen einen Überbrückungskredit gewährt, um den Flugbetrieb zunächst noch aufrechtzuerhalten. Damals saßen zahlreiche Air-Berlin-Kunden an Flughäfen außerhalb Deutschlands fest.

Bei Germania sei dieses Problem offenbar von "viel begrenzterer Dimension" sagte Altmaier am Dienstag. "Die allermeisten" Passagiere hätten wohl die Chance, sich das Geld für einen Rückflug vom Reiseveranstalter erstatten zu lassen.

Eine "interministerielle Runde" beobachte für die Bundesregierung die Situation bei Germania, sagte Altmaier. Vertreten seien neben seinem Ressort das federführende Bundesverkehrsministerium und das Bundesfinanzministerium. Die Lage werde "genau" im Blick behalten, konkrete Pläne habe die Regierung derzeit aber nicht.


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