25.01.2019, 19:39 Uhr

Rio de Janeiro (AFP) Rund 200 Vermisste nach Dammbruch in Brasilien

Eine Schlammlawine begrub mehrere Häuser unter sich. Quelle: Minas Gerais Fire Department/AFP/HO (Foto: Minas Gerais Fire Department/AFP/HO)Eine Schlammlawine begrub mehrere Häuser unter sich. Quelle: Minas Gerais Fire Department/AFP/HO (Foto: Minas Gerais Fire Department/AFP/HO)

Schlammlawine begräbt mehrere Häuser unter sich

Nach einem Dammbruch im Südosten Brasiliens werden rund 200 Menschen vermisst. Dies teilte die Feuerwehr am Freitag mit, nachdem eine Schlammlawine mehrere Häuser unter sich begraben hatte. Zunächst hatte die Feuerwehr von "mehreren Toten" in der Kleinstadt Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais gesprochen. Da der Rettungseinsatz noch andauere, gebe es zunächst keine genaue Opferzahl, hieß es.

Der Damm gehört dem größten brasilianischen Bergbauunternehmen Vale. Der Eisenerzriese bestätigte den Dammbruch und erklärte, am wichtigsten sei, das Leben von Angestellten und Anwohnern zu retten. Einige Häuser steckten bis zum Dach im Schlamm, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Besatzung eines Rettungshubschraubers versuchte, zwei Menschen, die bis zum Bauch im Schlamm steckten, zu befreien. Auf einem Video war zu sehen, wie die Schlammlawine eine Straße überflutete.

Die 39.000-Einwohner-Stadt Brumadinho liegt rund 60 Kilometer südwestlich von Belo Horizonte im Südosten Brasiliens. Die Stadtverwaltung gab eine Warnmeldung heraus und forderte die Anwohner auf, sich von den Ufern des Flusses Paraopeba fernzuhalten. Bewohner tiefliegender Gebiete wurden aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht, wie Vertreter des Zivilschutzes sagten.

Umweltminister Ricardo Salles sagte der Internetseite G1, ein Notfallteam der Umweltbehörde Ibama sei unterwegs ins Katastrophengebiet. Fünf Hubschrauber wurden losgeschickt, um nach Überlebenden zu suchen und das Ausmaß der Zerstörungen zu beurteilen.


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