23.01.2019, 20:55 Uhr

Caracas (AFP) Zusammenstöße zwischen Polizei und Opposition in Caracas

Zusammenstöße zwischen Polizei und Opposition in Caracas. Quelle: AFP/Yuri CORTEZ (Foto: AFP/Yuri CORTEZ)Zusammenstöße zwischen Polizei und Opposition in Caracas. Quelle: AFP/Yuri CORTEZ (Foto: AFP/Yuri CORTEZ)

Sicherheitskräfte setzen Tränengas und Gummigeschosse ein

In Venezuelas Hauptstadt Caracas ist es am Mittwoch zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und oppositionellen Demonstranten gekommen. Sicherheitskräfte setzten nach Angaben von AFP-Journalisten Tränengas und Gummigeschosse gegen Anhänger des venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó ein, der sich zuvor zum Interimsstaatschef erklärt hatte. Am Vormittag hatten sowohl Anhänger Guaidós als auch des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas demonstriert.

Den Zusammenstößen war eine Straßenblockade durch dutzende Oppositionsanhänger in einem Vorort von Caracas vorausgegangen. Einheiten der Nationalgarde versuchten, die Straße zu räumen, woraufhin es zu den Ausschreitungen kam.

An den Kundgebungen in Caracas am Vormittag hatten sich zehntausende Menschen auf beiden Seiten beteiligt. Zuvor waren bei nächtlichen Protesten vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 16 Jahre alter Junge.

In den vergangenen Tagen hatte sich das politische Klima in Venezuela weiter aufgeheizt. Nach einem gescheiterten Aufstand von 27 Soldaten in einer Kaserne im Norden der Hauptstadt war es in Caracas zu Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei gekommen. Die venezolanische Opposition erkennt die zweite Amtszeit des sozialistischen Staatschefs seit dem 10. Januar nicht an.


0 Kommentare