23.01.2019, 13:49 Uhr

Neuss (AFP) Nach Zugunglück von Meerbusch Strafbefehle gegen Fahrdienstleiterinnen erlassen

Unfallstelle bei Meerbusch. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arnulf Stoffel (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arnulf Stoffel)Unfallstelle bei Meerbusch. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arnulf Stoffel (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arnulf Stoffel)

Widerspruch möglich - Bei Unfall in NRW waren über 40 Menschen verletzt worden

Gut ein Jahr nach dem Zugunglück im nordrhein-westfälischen Meerbusch mit mehr als 40 Verletzten hat das Amtsgericht Neuss Strafbefehle gegen zwei Fahrdienstleiterinnen erlassen. Die beiden Frauen sollen 4950 Euro beziehungsweise 3000 Euro zahlen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die Strafbefehle sind nicht rechtskräftig. Sollten die Frauen Widerspruch einlegen, gäbe es eine Gerichtsverhandlung.

Bei dem Unglück vom 5. Dezember 2017 war ein mit 200 Passagieren besetzter Regionalzug nahe Meerbusch bei Düsseldorf auf einen Güterzug aufgefahren. Dutzende Reisende und der Lokführer wurden verletzt, mehrere Waggons des Güterzugs entgleisten. Als Ursache des Unglücks sehen die Ermittler menschliches Versagen: Die Fahrtdienstleiterinnen sollen Fehler bei der Bedienung des Kontrollsystems gemacht haben.


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