18.01.2019, 11:46 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Keine neuen Streiks des Flughafen-Sicherheitspersonals bis kommende Woche

Verdi-Warnstreik in Hannover. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Holger Hollemann (Foto: dpa/AFP/Archiv/Holger Hollemann)Verdi-Warnstreik in Hannover. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Holger Hollemann (Foto: dpa/AFP/Archiv/Holger Hollemann)

Arbeitgeber wollen neues Angebot vorlegen - Verdi beschließt Streikpause

Flugpassagiere bleiben vorerst von weiteren Streiks des Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen verschont. Der Arbeitgeberverband BDLS erklärte am Freitag, er habe "sehr deutlich gemacht", dass er zu den Tarifverhandlungen am Mittwoch kommender Woche ein "abschlussorientiertes neues Angebot vorlegen" werde. Die Gewerkschaft Verdi verzichtet daher vorerst auf Aufrufe zu neuen Warnstreiks.

Der BDLS habe Verdi dazu bewegen können, "bis zur nächsten Verhandlungsrunde nicht weiter zu streiken", erklärte Verbandspräsident Udo Hansen. Die Gewerkschaft habe aufgrund der Zusage eines neuen Angebots ebenfalls eine klare Zusage gegeben, dass es vorerst keine weiteren Arbeitsniederlegungen geben werde. Die nächsten Tarifgespräche finden am kommenden Mittwoch statt, es ist bereits die fünfte Runde.

BDLS-Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser, sagte der "Frankfurter Rundschau" allerdings, der Arbeitgeber sei nur bereit "noch was draufzulegen", wenn sich auch Verdi bewege. Die Verhandlungen dürften "nicht so laufen, dass nur eine Seite etwas auf den Tisch legt und die andere den Kopf schüttelt". Die jüngsten Warnstreiks bezeichnete der Arbeitgeberverband erneut als unverhältnismäßig. "Wir glauben, es ist genug der Dinge, wir haben verstanden."

Verdi fordert für die Beschäftigten im Sicherheitsbereich der Flughäfen einen Stundenlohn von 20 Euro, der BDLS lehnt das bislang als zu hoch ab. Die Arbeitgeber haben bislang eine Erhöhung zwischen zwei und 6,4 Prozent pro Jahr geboten.

Die Gewerkschaft hatte am Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks auf acht Flughäfen gleichzeitig aufgerufen. Mehrere hundert Flüge mussten gestrichen werden, 200.000 Passagiere waren betroffen.


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